Inhaltsverzeichnis

  1. Blockierung der Extruderschnecke
  2. Display Probleme

1.Blockierung der Extruderschnecke

Wenn die Extruderschnecke blockiert, dann verliert der Schrittmotor des Extruderantriebs Schritte und macht ruckartige Bewegungen bei einem auffälligen Geräusch. Das ist zunächst nicht schlimm, sollte aber nicht lange bestehen bleiben. Die Strombegrenzung des Schrittmotors dient hierbei als Überlastschutz. Wenn bei Ihnen die Extruderschnecke blockiert, prüfen Sie zunächst folgende Schritte:

  1. Überprüfen Sie, ob der Schmelzefilter in der Düse ggf. verstopft ist oder sich verformt hat und zur Düsenspitze gedrückt wurde. Beides erfordert ein erhöhtes Drehmoment der Extruderschnecke und kann zur Blockierung des Motors führen. Wie man den Filter ausbaut finden Sie in Kapitel 15 der Bedienungsanleitung.
  2. Überprüfen Sie, ob Sie ein Material verarbeiten, welches für den Extruder geeignet ist und auch die richtige Granulatform und Korngröße hat, beachten Sie hierzu den Material-Leitfaden.
  3. Überprüfen Sie die Rillen im Extruderrohr. Wenn diese zu tief und zu lang hergestellt wurden, kann es bei manchen Granulaten in Abhängigkeit der Größe, Form und Temperatur zu Blockierungen der Extruderschnecke kommen. Kontaktieren Sie mich in diesem Fall und senden Sie mir ein Foto von den Rillen im Extruder Rohr. Dazu muss die Extruderschnecke ausgebaut werden. Wie das geht, finden Sie in Kapitel 14 in der Bedienungsanleitung.
  4. Stellen Sie sicher, dass sich die Extruderschnecke weit genug im Rohr befindet. Die flache Fläche der Schnecke im Einzugsbereich muss bis in das Rohr ragen. Wenn die Schnecke nicht weit genug im Rohr ist, wird Material am Eingang zum Rohr festgeklemmt, mitgedreht oder abgeschert.
  5. Überprüfen Sie, ob Sie die passende Extruderschnecke verwenden. Die Extruderschnecke (high compression) ist auf die Verarbeitung von geschredderten 3D Druckabfällen aus PLA, ABS und PETG abgestimmt. Darüber hinaus lassen sich damit auch bestimmte Kunststoffe in Pellet-Form wie PLA Sorten (auf 3D Druck optimiert), ABS und PP verarbeiten. Die Extruderschnecke (low compression) ist auf die Verarbeitung von Kunststoffen in Pellet-Form wie PLA, ABS, ASA, PETG, PP abgestimmt. Die Verarbeitung von Nylon, PA, PS oder anderen technischen Kunststoffen kann nicht garantiert werden, ist aber oft möglich. Es kann allerdings sein, dass der Extruder diese Materialien zwar extrudieren kann, die Aufwicklung und Kalibrierung zu maßhaltigem Filament aber nicht funktioniert. Das liegt daran, dass diese Kunststoffe andere Viskositäten haben oder sehr schnell erstarren. Da kommt die Kalibrierung und Aufwicklung dieses Systems an seine Grenzen. Daher kann die Verarbeitung dieser Materialien aktuell nicht garantiert werden.
  6. Überprüfen Sie die Position des Filament-Lüfters unter der Düse. Wenn dieser zu nahe an der Düse ist oder zu stark eingestellt ist, kann das die Düse so weit abkühlen, dass der Kunststoff zäher wird und ebenfalls der Motor blockiert.
  7. Überprüfen Sie die verwendeten Einstellungen. Wenn die Drehzahl zu hoch ist und/oder die Temperatur zu niedrig, kann das ebenfalls den Motor blockieren. Orientieren Sie sich an den Erfahrungswerte Einstellungen, wobei es in Ihrem System zu Abweichungen kommen kann, da Sie ggf. andere Kunststoffe verwenden, oder der Temperatursensor leichte Abweichungen anzeigt, etc. Temperaturunterschiede von bis zu +/-15°C und Drehzahlunterschiede von bis zu +/-7 RPM können vorkommen. Kunststoffe von verschiedenen Herstellern können unterschiedliche Verarbeitungstemperaturen haben, auch wenn sie den gleichen Namen (z.B. PETG) haben. Auch die Form des Mahlgutes kann größen Einfluss auf die Einstellungen haben. Wenn Sie z.B. das gleiche Material einmal in Pulverform und einmal in Granulatform verarbeiten, werden die Einstellungen unterschiedlich sein. Legen Sie sich auf ein Material fest und finden Sie die passenden Einstellungen. Dann notieren sie sich die Einstellungen und notieren Sie auch, wie Sie das Mahlgut hergestellt haben. Es müssen die gleichen Vorraussetzungen geschaffen sein, dann geht beim nächsten mal, wenn Sie das Material verarbeiten alles ganz schnell. Dann erst versuchen Sie die Einstellungen für das nächste Material zu finden, welches Sie verarbeiten möchten.
  8. Überprüfen Sie den Motorstrom des Schrittmotors. Der Motorstrom wird am externen Schrittmotortreiber über kleine Dipschalter eingestellt. Dafür ist eine Öffnung im Gehäuse der Elektronik vorgesehen. Wenn hier eine falsche (zu niedrige) Einstellung gewählt wäre, kann der Motor blockieren, ohne dass es einen Grund dazu gibt. Überprüfen Sie dazu „Schritt 12“ in der Aufbauanleitung. Es kann auch Materialabhängig nötig sein, den Strom erhöhen zu müssen. Gerade bei zähen Materialien wie PETG kann das der Falls sein. Die Einstellung für einen Motorstrom über 1.9 Ampere ist: Dipswitch 1: on, Dipswitch 2: on, Dipswitch 3 off. Diese Einstellung ermöglicht einen Motorstrom bis 2.2 Ampere. Es kann ggf. nötig werden den Motor zu kühlen. Wenn Sie den Motorstrom über die Werkseinstellung erhöhen, kann ein Blockieren der Schnecke zur Beschädigungen führen.
  9. Überprüfen Sie, ob die Heizelemente korrekt am Extruderrohr montiert sind. Bei schlechter Wärmeleitung, kann es sein, dass das Rohr im Betrieb zu weit abkühlt, ohne dass man es merkt.
  10. Wenn diese Punkte nicht zum Erfolg führen, kontaktieren Sie mich.

2. Display Probleme

2.1 Display friert ein und lässt sich nicht mehr Bedienen:

Stop Taste am Display wurde gedrückt. Extruder neu Starten.
Wackelkontakt an von Zugmotor und/oder Spulenantrieb. Klemmenverbindungen überprüfen.

2.2 Display ist schlecht lesbar oder reagiert langsam:

Kontrast muss eingestellt werden. Dies ist über eine Dreh-Potentiometer auf der Rückseite des Displays möglich.

<- zurück zur Übersicht

العربية العربية 简体中文 简体中文 Nederlands Nederlands English English Français Français Deutsch Deutsch Italiano Italiano Português Português Русский Русский Español Español
Cookie Consent mit Real Cookie Banner