Wenn man versucht die maximale Drehzahl des Extruders herauszufinden, kann es sein, dass es anfangs gut läuft aber nach einiger Zeit Probleme gibt. Das kann zwei Gründe haben:
1. Die Einzugszone kühlt nach einiger Zeit ab, weil die Heizleistung an die Grenze kommt.
2. Zusatzstoffe wie Masterbatch oder auch andere Kunststoffe können eine schmierende Wirkung haben. Dadurch bildet sich ein Art Gleitfilm auf der Innenseite des Rohres. Wenn man danach ein anderes Material verarbeitet reduziert dieser Gleitfilm noch eine ganze Zeit die Reibung. Nach etwas 0,5 bis 2 produzierten Filamentspulen ist der Gleitfilm verschwunden, dann erhöht dich die Reibung und man muss die Drehzahl verringern, da sonst die Motorleistung an die Grenze kommt.
Statt die Drehzahl des Extruders als Maß für die Geschwindigkeit zu verwenden, sollte man die generelle Extrusionsgeschwindigkeit im Blick zu haben. Das sieht man an der Drehzahl der Zugeinheit (Pulling unit, P: auf dem Display). Diese sollte:
Bei Version MK1, MK2 und MK3 zwischen 20 und 30 rpm sein.
Bei Version MK3S und MK3S+ zwischen 20 und 40 rpm sein.
(natürlich immer abhängig vom verwendeten Material und den Zusatzstoffen)
Also die Drehzahl des Extruder-Motors so einstellen, dass im Automatikmodus die Drehzahl von P: im entsprechenden Rahmen liegt. Wenn das stabil läuft, kann man schauen wie weit man noch gehen kann. Manche Materialien lassen sich noch schneller extrudieren aber dann kann die Kühlleistung der Lüfter zu schwach sein. Aber das ist relativ selten.
